Regionalliga +++ Fast alles wie immer in Spelle

Am vergangenen Sonntag reisten die Tuspo Damen nach langer Zeit endlich mal wieder nach Spelle. Spelle gegen Weende – das konnte traditionell nur ein spannendes, attraktives und kampfbetontes Spiel werden. Aus der Vergangenheit war bekannt, dass, wenn diese beiden Mannschaften aufeinander treffen, den Zuschauern ein Spektakel geboten wird. Und sie wurden nicht enttäuscht, gab es doch den obligatorischen Fünf-Satz Krimi in Spelle zu bestaunen. Eigentlich war dabei auch Alles wie immer:

  • Unglaublich lange Anfahrt und Heimreise – wie immer!
  • Gastfreundschaft top – wie immer!
  • Tolle Atmosphäre und super Zuschauerkulisse – wie immer!
  • Fünf-Satz Krimi und guter Volleyball – wie immer!
  • Altbekannte Gesichter auf dem gegnerischen Feld – nur zum Teil wie immer!

Trotz der ganzen nahezu identischen und mittlerweile typischen Spelle-gegen-Weende-Abläufe musste der Gegner sich doch irgendwie verwundert die Augen reiben. Während sich auch in Spelle auf der Trainerbank sowie auf dem Feld einiges getan hat, gab es auf unserer Seite mit Olga und Tobi nur zwei Gesichter, die jahrelang in den Duellen gegen Spelle dabei waren. Sage und schreibe 12 neue Gesichter standen somit den Speller Damen am Wochenende gegenüber, was zumindest spielerisch dem ganzen eine andere Note verlieh.

Mit dem Schwung aus drei glatten und souverän eingefahrenen Siegen hatte sich unsere neu formierte Weender Mannschaft einiges im Spitzenspiel vorgenommen und so starteten wir wie von der Tarantel gestochen. Mit druckvollen oder auch platzierten Aufschlägen von unserem Aufschlagmonster Julia ließen wir Spelle im ersten Satz so überhaupt keine Chance. Über 3:0 und 10:2 schafften wir es mit guter Block-Feldabwehr bis zum 21:9 die Zuschauer verstummen zu lassen. Leider ließ bei uns zum Ende hin ein bisschen die Körperspannung nach, was unserem Gegner dazu verhalf, den Satz etwas versöhnlich mit 16:25 zu beenden. Während wir uns gedanklich möglicherweise auf ein leichtes 3:0 einstellten, nahm Spelle den Schwung mit in den 2. Satz und überrollte uns förmlich mit immer lauter werdenden Fans im 2. Satz. Unsere Annahme wackelte zum ersten Mal an diesem Tag für einen Moment, leichte Fehler schlichen sich in unser Spiel und ohne zu wissen, was hier eigentlich geschah, führte Spelle mit 15:6. Unsere Gegenwehr für diesen Satz war gebrochen und wir ließen den Gegner bis zum 25:12 gewähren.

Im dritten Satz erreichte das Spiel dann seinen Höhepunkt, eine spektakuläre Abwehraktion jagte die nächste, beide Mannschaften boten hochklassigen Volleyball, bei dem sich bis zum 18:18 ein vollkommen offener Schlagabtausch entwickelte. Zum Ende des Satzes waren es dann die Speller Damen, die zielstrebiger und etwas kaltschnäuziger in ihren Aktionen wirkten und den Satz dann verdient mit 25:20 nach Hause brachten. Allerdings zeigten wir nun im Vergleich zum Beginn der Saison, dass wir uns nicht einfach so geschlagen geben. Mit neuem Elan starteten wir bei 0:0 hochkonzentriert und fokussiert, sodass wir uns wie im 1. Satz schnell eine komfortable Führung heraus spielten. Angeführt von Jenny, die im Angriff mal wieder einen Sahnetag erwischte, holten wir uns diesen Satz über 14:9 und 23:15 völlig verdient mit 25:18.

Im Tie-Break konnten wir dann unsere derzeitige mentale und spielerische Stärke unter Beweis stellen. Während Spelle bereits sehr viel Kraft in den ersten Sätzen gelassen hatte, konnten wir noch eine Schippe drauflegen und den Satz überaus deutlich mit 15:6 gewinnen.

 

Es war wie immer eine Freude in Spelle vor einer tollen Kulisse zu spielen, doch am kommenden Samstag ist Heimspiel-Samstag, den wir mit euch zusammen zu einem weiteren Fest machen wollen. Wir werden Alles geben, um die Formkurve hoch zu halten, euch ein tolles Volleyballspiel zu zeigen und danach hoffentlich auf weitere drei Punkte mit euch anzustoßen. Dafür eignet sich aktuell ein leckerer Glühwein besonders gut, weswegen es diesen nächsten Samstag als kleines Nikolausgeschenk frei Haus gibt. Also kommt vorbei und feiert mit uns das letzte Spiel in der Hinrunde. TH

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