Regionalliga – Am Ende hat es dann doch nicht gereicht

Mit einer Delegation des Weender Teufelskreis machten wir uns am sonntägigen Mittag auf den Weg in die Landeshauptstadt. Die Stimmung war euphorisch. Ein ganzer Bus voller Spielerinnen und Fans freute sich auf ein weiteres Spitzenspiel, bei dem wir erneut beweisen wollten, dass wir zu Recht die Tabelle der Regionalliga anführten.
Am Ende kam es allerdings anders als erhofft. Aber erst einmal zum Anfang: Wir machten uns intensiv warm und starteten vielversprechend in das Spiel. Der erste Satz war ausgeglichen und wir konnten den Gegner immer wieder mit druckvollen Aufschlägen in Bedrängnis bringen. Zwischenzeitlich schafften wir es sogar, uns bei einem Spielstand von 15:12 mit drei Punkten abzusetzen, konnten diesen Vorsprung jedoch nicht halten und mussten den ersten Satz trotz viel Kampf mit 21:25 abgeben.
Den darauf folgenden zweiten Satz kann man wohl als eine unserer schlechtesten Saisonleistungen bezeichnen. Wir hatten den Elan aus dem ersten Satz verloren und waren den Langenhagerinnen im Bereich Aufschlag/Annahme und Spielaufbau plötzlich weit unterlegen. Diese nutzten unsere Schwächephase knallhart aus und entschieden diesen Satz mit 13:25 für sich.
Auf gar keinen Fall konnten wir dies so auf uns sitzen lassen. Wir nutzten die zehnminütige Satzpause, um uns auf unsere Fähigkeiten zu besinnen und die Schmach des zweiten Satzes abzuschütteln. Auf keinen Fall wollten wir uns kampflos geschlagen geben. Mit neuem Schwung starteten wir in den dritten Satz und konnten zumindest ansatzweise zeigen, warum wir den größten Teil der Saison an der Tabellenspitze standen. Wir schafften es, den Aufschlagdruck zu erhöhen, während die Annahme wieder zu ihrer gewohnten Konstanz zurückfand. Immer häufiger konnten wir mit schnellen Angriffen über die Außenpositionen punkten und besonders Caren und Tea – diese war nun bereits zum zweiten Mal in dieser Saison dabei – konnten mit intelligentem Angriffsspiel überzeugen. Erneut war zur Mitte des Satzes eine kleine Führung (17:13) herausgespielt und erneut schafften wir es nicht, diese ins Ziel zu retten. Der letzte Pfiff ertönte bei einem Spielstand von 21:25.
Die Freude auf der anderen Seite war zu diesem Zeitpunkt wohl mindestens genauso groß wie die Ernüchterung auf unserer. An diesem Tag hatten wir einer stark aufspielenden Langenhagener Mannschaft nicht genug entgegenzusetzen. Das Thema „Meisterschaft“ hatte sich somit erledigt. Doch wie man es von uns nicht anders erwarten sollte, währte die Enttäuschung über diese Tatsache nur kurz. Bereits auf der Rückfahrt waren wir uns darüber einig, dass wir eine geniale Saison mit einer überragenden Mannschaft gespielt haben. Wir hatten uns zu Saisonbeginn das Ziel gesetzt besser abzuschneiden als im letzten Jahr und dieses Ziel haben wir erreicht, weswegen wir mehr als zufrieden sind.
An dieser Stelle gratulieren wir dem SV Wietmarschen zur Meisterschaft und bedanken uns bei allen Verantwortlichen, Helfern, Fans und natürlich auch bei unseren Trainern Falko und Tobi für eine unglaubliche Saison. Spieltage in der Weender Sporthalle sind nur deswegen so legendär, weil Ihr alle da seid, um sie zu etwas Besonderem zu machen. Vielen Dank dafür!!!
Nun verabschieden wir uns in unsere wohlverdiente Pause, bis es dann in der nächsten Saison wieder heißt: Regionalligavolleyball in Weende!!!
Eure 1. Damen / OM

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