Niederlage in Salzdahlum

(SS)Am Sonntag Mittag traten die ersten Herren in Salzdahlum an. Das Hinspiel wurde in eigener Halle deutlich mit 0:3 verloren, der Gegner war dennoch keine Übermannschaft. Ohne Trainer und mit krankem Kapitän fuhr man hin, nicht, um krampfhaft Punkte gegen den drohenden Abstieg zu holen, sondern um gegen die vermeintlich stärkere Mannschaft wieder mit Spaß befreit spielen zu können.

Der erste Satz war eine Demonstration Weender Stärke. Druckvolle Angriffe, punktgenaue Annahme, variables Stellspiel, gute Blöcke und enorme Einsatzbereitschaft in der Abwehr ließen dem Gegner keine Chance. Doch das Spiel entwickelte sich anders…

Erster Satz: Deutlich gespielt, zwischendurch hohe Führung von ca. 8-10 Punkten! Die Angriffe über die Mitte von Christian waren klare Erfolge, das war sein Satz. Aber auch der Block stand 1a, die Annahme kam auf den Punkt, so dass Peter variabel spielen konnte. Demzufolge gewannen wir den Satz.

Was im zweiten Satz los war, ist unglaublich. Es klappte nix mehr. GAR NIX. Keine Annahme, kein Risiko in den Angriffen, schwache Angaben, wenn wir denn mal durften. Den Satz verloren wir mit weniger als 15 Punkten auf der Haben-Seite, das war extrem schwach. Nach dem stärksten Satz dieser Saison lieferte wir prompt den schwächsten hinterher. Pfui, war das schlecht. Unserem noch leicht kranken Kapitän Hartmut Horn, der das Coaching übernahm (Artur musste mit den ersten Damen nach Hannover), stand die Fassungslosigkeit ins Gesicht geschrieben.

Anders als in Hattorf, wo wir nach einem solchen Satz wieder besser spielten, brauchten wir nun noch einen vollen Satz (wir verloren den dritten), bis wir uns wieder besannen. Im dritten Satz lief es sehr ähnlich, nur dass Salzdahlum zu Ende beinahe arrogant lässig mit den Punkten umgehen konnte und wir wieder etwas aufkamen, so dass wir diesen Satz nur zu 19 verloren. Im vierten Satz erinnerte uns unser Kapitän, der sich einwechselte, wieder daran, was für eine Sportart wir eigentlich spielen. Er brachte endlich wieder Druck in die Angriffe und zog so die Mannschaft mit. Am Ende wurde es noch einmal richtig knapp, den Einzug in den Tie-Break verpassten wir leider mit dem 23:25-Satzverlust.

Woran lags: Im ersten Satz zeigten wir, dass wir sehr guten Volleyball spielen können und bei konstanter Leistung in diese Liga gehören. Nur die immer wiederkehrenden Einbrüche, die uns ganze Spiele kosten, lassen uns momentan auf den Relegationsplatz landen. In den letzten drei Sätzen gelang uns kein einziger vernünftiger Block, zeitweise waren die Angriffe extrem schwach und risikoarm. Die Angaben wurden hinüber „gerollt“, es war kein Biss mehr in der Mannschaft. Es sah eher nach müdem abarbeiten aus, was nach dem ersten Satz völlig unverständlich ist.

Wenn wir in dieser Liga bleiben wollen, müssen wir endlich „diesen künstlichen Druck im Kopf abstellen“.

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