„Ausfahrt 2018“ der Wandergruppe

nach „Usedom / Misdroy“
vom 27.05. – 03.06.2018

Hinfahrt: Sonntag, den 27.05.18
Heute Morgen machten sich 45 Reisefreunde pünktlich um 7.oo Uhr zur diesjährigen Ausfahrt der Wandergruppe auf den Weg nach „Usedom / Misdroy“. Das Wetter war gut und die Stimmung an diesem Morgen gut, denn alle waren gespannt, was uns in diesen 7 Tagen erwarten würde. Ich konnte an diesem Morgen 8 neue Reisefamilien-Mitglieder begrüßen. Wir fuhren über Braunschweig – Uelzen bis zur Elbbrücke in der Nähe von Dömitz, hier machten wir auf dem dortigen Parkplatz gegen 10.3o Uhr unsere „Frühstückspause“ mit dem bekannten „Eichsfelder Buffet“. Allen schmeckte es gut. Weiter ging unsere Fahrt dann anschließend über die Landstraße und später wieder über die Autobahn bis nach Wismar. Wir parkten den Bus in unmittelbarer Nähe des Zentrums und hatten hier 1 Std. Aufenthalt. Gegen 14.15 Uhr fuhren wir dann wieder weiter. In Swinemünde an der Fähre über die Swine waren wir gegen 17.40 Uhr. Wir befanden uns jetzt in Polen und kamen an unserem Hotel, dem „Amber Baltic Hotel“ in „Misdroy“, um 18.5o Uhr an. Schnell waren die Zimmer verteilt und wir ließen uns das Abendessen im Hotel schmecken. Nach dem Abendessen machten wir noch einen kleinen Spaziergang zum unmittelbar am Hotel gelegenen Strand. Hier hatten wir ein „Wahnsinns-Erlebnis“. Zwei Bachen marschierten mit 13 Frischlingen am Strand entlang und ließen sich von den Menschen überhaupt nicht stören. So etwas hatte noch keiner von uns gesehen, es war aber für den hiesigen Standort nichts Außergewöhnliches, wie man uns später bestätigte. Ein schöner Tag ging mit einem herrlichen Sonnenuntergang zu Ende.

Montag, den 28.05.2018
Pünktlich um 9.oo Uhr starteten wir mit unserer heutigen Ausfahrt zu den „Kaiserbädern Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin“ auf der deutschen Seite der Insel Usedom. Wir mußten auch heute wieder mit der Fähre über die Swine übersetzen, denn es gibt noch keine Brücke über die Swine. Diese Fähre ist das Nadelöhr zur westlichen Seite der Insel Usedom. Die Fahrt nach Ahlbeck verlief ohne Zwischenfälle. Dadurch, daß es keine Kontrollen mehr gibt, ist es kein Problem von Ost nach West, oder umgekehrt zu fahren. Wir kamen in Ahlbeck gegen 11.oo Uhr auf dem Parkplatz am Bahnhof von Ahlbeck an. Gemeinsam gingen wir dann zur Kurpromenade. Bis 15.oo Uhr hatten anschließend alle Freizeit und konnten an der Ahlbecker Promenade spazieren, oder mit der Inselbahn eine Rundfahrt durch Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin unternehmen. Das Wetter war heute herrlich und lud auch, wenn man einfach nur ausspannen wollte, zum Verweilen an der Promenade in einem der vielen Cafe´s ein. Gegen 15.oo Uhr waren alle pünktlich, aber durch die Wärme und die neuen Eindrücke geschafft, wieder am Bus. Auf der Rückfahrt statteten wir dem „Swinemünder Polenmarkt“, unmittelbar an der Grenze noch einen kleinen Besuch ab. Es gingen nicht alle zum Polenmarkt, sondern einige besuchten die „Sandskulpturen-Ausstellung“ in der Nähe des Parkplatzes. Auf dem Polenmarkt konnte man Schnäppchen machen, aber es wurde auch viel „Mist“ angeboten. Anschließend fuhren wir dann zum Hotel zurück. Wieder mit der Fähre und auch wieder mußten wir warten. Wir waren gegen 17.45 Uhr im Hotel und bis zum Abendessen um 19.oo Uhr hatten alle genügend Zeit sich zu erfrischen. Einige besuchten nach dem Abendessen wieder die Wildschweine am Strand, oder nahmen noch einen Schlummertrunk zu sich. Ein schöner Tag, mit viele Eindrücke ging zu Ende.

Dienstag, den 29.05.2018
Heute Morgen wartete um 9.oo Uhr unser Reiseleiter Martin Reimer schon am Bus auf uns. Martin sollte uns auf unseren Fahrten im Umland von Misdroy begleiten. Vorab möchte ich schon erwähnen, daß Martin Reimer der beste Reiseleiter war, den ich auf all unseren Ausfahrten je hatte. Heute wollten wir einen Ausflug über die „Insel Wollin“ und das pommersche Festland mit seinen Sehenswürdigkeiten machen. Als erstes besuchten wir den „Aussichtspunkt Zielonka Hügel“, von wo wir einen herrlichen Blick auf das „Stettiner Haff“ hatten. Anschließend ging es dann weiter nach „Kalkofen“ zum „Tükissee“. Hier hat man früher Kalk abgebaut und die Abraumgrube ist mittlerweile mit Wasser vollgelaufen. Weiter ging es dann nach „Swinemünde“. Wir fuhren durch den Hafen bis zum Leuchtturm, der der höchste an der gesamten polnischen Küste ist. Anschließend fuhren wir nach „Wolin“, dem Hauptort auf der Insel und machten eine kleine Pause, bevor wir dann die Insel Wollin verließen und über die „Dievenow“, dem Grenzfluß, zum pommerschen Festland fuhren. Wir fuhren nach „Kamien“ und besuchten ein Orgelkonzert in der Kathedrale. Dieses Konzert war schon außergewöhnlich für den kleinen Ort Kamien mit seiner großen Kathedrale. Kamien war der Wendepunkt unserer heutigen Ausfahrt über die Insel Wollin mit seinem sehr großen Naturschutzgebiet und dem pommerschen Festland. Es war ein schöner Tag, der durch die sehr guten Erläuterungen unseres Reiseleiters nie langweilig geworden war. Den Abend konnte sich jeder wieder selbst gestalten.

Mittwoch, den 30.05.2018
Heute unternahmen wir mit unserem Reiseleiter eine Fahrt über die Insel Usedom von Swinemünde bis nach Peenemünde. Erster Halt war in „Koserow“, einem kleinen Fischerort mit einem schönen Strand und einer Seebrücke, die renovierungsbedürftig ist. Nachdem wir uns alles angesehen hatten fuhren wir langsam über die Insel, mit herrlichen Ausblicken auf die Boddengewässer und die Ostsee, bis zum Endpunkt der Insel, dem Ort „Peenemünde“. Hier machten wir bei herrlich warmem Wetter unsere Mittagsrast. Die freie Zeit in Peenemünde wurde zur Besichtigung des Hafens, des Museums oder einem der kleinen Cafe´s genutzt. Auf der Rückfahrt machten wir noch im „Seebad Zinnowitz“ eine Pause. Hier waren wir in einem richtigen Seebad, entgegen dem kleinen Ort Peenemünde, der noch immer abseits des Tourismus liegt. Martin hatte uns unterwegs schon etliche Informationen über dem Ort und seine Geschichte gegeben, sodaß wir in Zinnowitz genügend Zeit hatten uns den Ort, die schöne Seebrücke und den Strand anzusehen. In Swinemünde verabschiedeten wir Martin auf der Rückfahrt und fuhren anschließend zum Hotel zurück. Nach dem guten Abendessen mit regionalen Gerichten war für alle wieder Freizeit angesagt.

Donnerstag, den 31.05.2018
Heute war, wie auch in Deutschland, Feiertag in Polen, nämlich „Christi Himmelfahrt“. Pünktlich fuhren wir um 9.oo Uhr vom Hotel ab. Unsere Fahrt ging heute nach Kolberg. Auch heute begleitete uns unser Reiseleiter. Aufgrund des Feiertages rechneten wir mit einem hohen Verkehrsaufkommen. Die Fahrt führte uns auf gut ausgebauten Straßen durch ländliches pommersches Gebiet und durch die altertümliche Stadt „Treptow an der Rega“ nach Kolberg, wo wir gegen 11.oo Uhr ankamen. Wir stellten den Bus auf einem Parkplatz in unmittelbarer Nähe des Marktplatzes ab. Martin führte uns in die Stadt und gab uns interessante Erklärungen über die Stadt, die im 2. Weltkrieg zu 80% zerstört wurde. Die Stadt ist wieder aufgebaut worden, aber in verkleideter Plattenbauweise. Lediglich das Rathaus wurde vom Krieg verschont. Anschließend fuhren wir zum Hafen. Hier machten wir eine längere Pause, denn wir wollten die Promenade und auch den Strand erkunden. Das Wetter war heute auch sonnig, aber gegenüber den anderen Tagen sehr kühl und windig. Die Kaffeepause an der Promenade verlief dadurch auch sehr kurz. Die Rückfahrt führte uns durch die pommersche Landschaft an kleinen und größeren Bauerhöfe vorbei wieder nach Misdroy zurück. Ein schöner und interessanter Tag ging seinem Ende entgegen. Alle waren von den Eindrücken auch etwas erschöpft. Nach dem Abendessen gab es nur noch einen kleinen Schlummertrunk.

Freitag, den 01.06.2018
Den heutigen Tag gestalteten wir selbst. Wir fuhren, wie jeden Tag, wieder um 9.oo Uhr von Hotel ab in Richtung Usedom, deutsche Seite. Auf dem Programm stand eine Schifffahrt auf dem „Achterwasser“. Zuerst mußten wir noch Mineralwasser einkaufen, denn durch die Hitze war mein Vorrat schon fast aufgebraucht. Auf der Hinfahrt zu Hafen von Stagniess konnten wir bei Aldi in Ückeritz unseren Wasservorrat wieder aufstocken. Bevor wir aber zur Schifffahrt starteten legten wir auf einem Parkplatz am Hafen noch unsere Mittagspause mit dem „eichsfelder Buffet“ ein. Nachdem wir alle gesättigt waren, konnten wir um 13.oo Uhr das kleine Ausflugsschiff besteigen. Mit uns ging auch noch eine Wandergruppe aus Österreich an Bord, sie wurde heute von unserem Reiseleiter Martin begleitet. Auf der Fahrt war das Wetter nicht sehr gut, es fing leicht an zu regnen, aber trotzdem bekamen wir einen Eindruck vom Achterwasser. Nachdem wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten fuhren wir mit dem Bus zum „Wasserschloß Mellenthin“, hier hatte uns Martin am Vortag zum schon Kaffeetrinken angemeldet. Wir ließen den Tag bei Kaffee und Kuchen, einem Eis, oder einem kühlen Bier, gebraut im Wasserschloß, ausklingen. Die Rückfahrt über Swinemünde und die Überfahrt mit der Fähre über die Swine verlief ohne Zwischenfälle, nur die Anfahrt zum Hotel war wieder abenteuerlich, denn die PKW parkten an der Promenade wieder unmöglich und Frank Nolte mußte wieder sein fahrerisches Können unter Beweis stellen, aber wir kamen ohne Schaden zum Hotel. Das Abendessen schmeckte allen auch heute gut. Den restlichen Abend gestalteten sich alle wieder selbst.

Samstag, den 02.06.2018
Unsere Zeit in Misdroy ging langsam seinem Ende entgegen, heute war der letzte Tag. Auf dem Programm stand ein weiterer Höhepunkt unserer Fahrt, dem Besuch der Hafenstadt Stettin. Die Fahrt nach Settin verlief über die autobahnähnliche Straße gut und wir kamen gegen 10.4o Uhr in Stettin an. Unseren 1. Halt machten wir an den „Hakenterrassen“ am Hochufer der Oder. Der Blick über die Stadt war von hier sehr gut. Weiter ging es dann bei einer Stadtrundfahrt durch die Innenstadt und weiter zum „Schloß“. Hier machten wir eine Besichtigungspause. Das Schloß ist eigentlich eine Baustelle, aber der Turm mit der alten Uhr ist sehenswert. Weiter ging es dann zum einzigsten Hochhaus von Stettin. Hier verließen wir den Bus und fuhren mit dem Fahrstuhl bis zur 22. Etage. Hier oben ist das „Cafè 22“. Martin hatte uns auch hier angemeldet, damit wir alle einen Platz bekamen. Von hier oben hat man einen herrlichen Blick über ganz Stettin. Der Kaffee und auch der Kuchen waren gut, es war ein schöner Abschluß unseres Besuches in Stettin. Bevor wir wieder in Bus stiegen machten wir noch einen kleinen Rundgang durch die verschiedenen Geschäfte im Erdgeschoß dieses Hochhauses. Man merkte keinen Unterschied zu gleichwertigen Geschäften bei uns, nur die Preise sind etwas anders. Die Rückfahrt verlief ohne größere Zwischenfälle und kurz vor Misdroy verabschiedete und bedankte ich mich im Namen der gesamten Reisegruppe von Martin Reimer für seine ausgezeichneten Führungen in diesen Tagen auf der Insel Usedom, egal ob West oder Ost. Wir haben schon viele Reiseleiter auf unseren Fahrten gehabt, aber einen derartigen Reiseleiter, der auf allen Fahrten ohne Aufzeichnungen auskam und alles aus dem Kopf machte, hatten wir noch nie. Durch ihn ist diese Fahrt für alle auch zu einem Erlebnis geworden, das wir immer in Erinnerung behalten werden.

Rückfahrt: Sonntag, den 03.06.2018
Heute Morgen waren alle schon früh auf den Beinen. Um 8.oo Uhr wollten wir die Rückfahrt nach Göttingen antreten. Vorher wurden die Koffer verladen und pünktlich konnten wir von unserem schönen Hotel in Misroy abfahren. Der Abschied fiel uns nicht sehr schwer, denn das Wetter war bedeckt und trübe. Ein letztes Mal warteten wir an der Fähre auf die Überfahrt über die Swine. Unsere Fahrt ging ein letztes Mal über die Insel Usedom, die wir in guter Erinnerung behalten werden. In Wolgast fuhren wir über die Brücke der Peene und waren wieder auf dem Festland. In Greifswald legten wir noch eine Besichtigungspause von 2 Std.ein. Alle hatten Gelegenheit sich die alte Altstadt anzusehen. Heute war ein altertümlicher Markt auf dem Marktplatz der den Blick auf die schönen alten Häuser etwas versperrte. Die Rückfahrt traten wir um 14.oo Uhr an, machten unterwegs auf der Autobahn unsere letzte „Verpflegungspause“, bevor wir dann über die Bundesstraßen nach Braunschweig kamen. Gegen 21.oo Uhr waren wir dann wieder in Göttingen am Busbahnhof, schnell waren hier die entsprechenden Koffer ausgeladen, bevor der Rest in Weende den Bus verließ. Schnell waren die Koffer und die restlichen Getränke ausgeladen, bevor auch Hedi und ich zur Ruhe kamen.
Eine schöne Ausfahrt war wieder zu Ende. Es hat mir wieder viel Spaß gemacht, denn die Reisegruppe war, wie in jedem Jahr, wieder prima, die Stimmung war gut und es hat keine Zwischenfälle gegeben.

„Danke an die Reisefamilie 2018“

Nun beginnen die Vorbereitungen für die „Ausfahrt 2019“
nach „Schweden, das Land von Inga Lindström“.

Euer
Dieter Borchert

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