Ausfahrt zur Oberliga verpasst

Am vergangenen Samstag lud das Weender Rudel zum letzten Heimspiel der Saison ein. Es ging um nicht weniger als den Klassenerhalt in der Oberliga, der bei zwei Siegen gegen die Mannschaften aus Hildesheim und Gifhorn im Bereich des möglichen gewesen wäre.

Im ersten Spiel ging es gegen den absoluten Angstgegner aus Hildesheim. In den letzten drei Jahren hielt man immer mit, konnte aber nie etwas Zählbares herausspielen und musste sich letztlich immer geschlagen geben. Mit viel Respekt und etwas nervös startete das Rudel um Kapitän Marco gegen das Team des MTV, die überaschenderweise auch noch mit Thor-Bendix Wenning in ihren Reihen aufliefen, in Göttingen bestens bekannt durch sein jahrelanges Spielen beim ASC Göttingen in der Regionalliga. Der erste Satz wurde so relativ deutlich mit 16:25 verloren, bei einer reinen Spielzeit von 20 Minuten, was deutlich macht, dass hier durchaus ein paar längere Ballwechsel dabei waren.

Leider fehlte hier im ganzen Satz der Mut in der Offensive, was bei einem so kombinationssicheren Gegner direkt bestraft wird. Angestachelt durch die motivierenden Worte von Diagonalspieler Bene und dem Messer im Rücken, es durfte zum Klassenerhalt kein weiterer Satz abgegeben werden, ging es in den zweiten Satz. Hier legten die Angreifer endlich ihren Respekt ab und griffen mutiger an, trotzdem lag das Rudel Mitte des Satzes schon mit 4 Punkten zurück. Erst durch eine Aufschlagserie von Marco kam man wieder auf 18:19 ran. Die nächsten zehn Ballpunkte gingen jeweils an das annehmende Team, sodass beim Stand von 23:24 Mittelblocker Bastl zur Aufschlaglinie ging. Wissend um die gute Annahme der Hildesheimer, setzte er zum risikobehafteten Sprungaufschlag an, der leider am Netz hingen blieb, der Satz verloren ging und der Abstieg besiegelt war. Im nun bedeutungslosen dritten Satz fehlte, verständlicherweise, von vornherein der letzte Biss und Wille, den die 48er letztlich verdient mit 25:15 gewannen.

In der zweiten Partie des Tages ging es gegen den MTV Gifhorn, der durch die Niederlage des Rudels im vorhergehenden Spiel gleichzeitig den Klassenerhalt feiern durften. Befreit von jeglichem Druck und einer sehr unkonventionellen Aufstellung von Trainerin Danny, in der der Trainingsfleiß der laufenden Saison den Ausschlag gab, auch wenn das hieß das zwei Spieler auf völlig fremden Positionen agieren mussten, konnte man nun endlich sein spielerisches Potenzial abrufen und dominierte den Gegner nach Belieben, hier wusste vor allem der überragende Außenangreifer Ole S. zu überzeugen. Alle drei Sätze gingen letztlich verdient mit 25:20, 25:23 und 25:22 an das Weender Team, in dem im letzten Satz sogar Zuspieler Ali nach 10wöchiger Verletzungspause sein Comeback gab. Nach dem Spiel stellte sich das komplette Rudel die Frage, warum man so nicht häufiger in der Saison, insbesondere im Hinspiel gegen die Mannschaft aus Gifhorn, spielte, dann wäre ganz sicher der Klassenerhalt drin gewesen, trotz der Verletztenmisere.

In zwei Wochen kommt es dann zum Abschluss der Saison noch zum Revierderby zwischen dem Rudel und dem ASC Göttingen II, indem man sich für die mehr als knappe Niederlage aus dem Hinspiel revanchieren möchte, in dem zwei Sätze erst in der Verlängerung entschieden wurden. Befreit und ohne Druck ist dort sicher etwas möglich!

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