40 Jahre Weender Volleys

(BG)Weit über 200 ehemalige Weender Volleys waren zum Begegnungswochenende vom 7. bis 9. September nach Weende eingeladen. Letztlich konnten über 100 Ehemalige, Oldies und ein paar Aktive der Volleyballabteilung des Tuspo Weende Ihre eigene Vergangenheit bei den Weender Volleyballern reflektieren.

Viele Gespräche beim „Warm Up“ am Freitag in kleiner Runde auf dem Springberg, am Samstag bei toller sportlicher Leistung in der neuen Weender Halle und danach wieder „auf dem Berg“ fingen an mit „…weißt du noch?“ Viele Erinnerungen wurden bei reichlich Pils- und Weizenbier (!) aufgefrischt. Neue Geschichten kamen dazu. Die Örtlichkeiten in Weende wurden von über 500 Fotos geschmückt, die natürlich Anlass zur gewollten Diskussion über die Vergangenheit gaben. Viel Freude machte den Ehemaligen die Bildershow über die 40 Jahre und der bekannte Gockelfilm aus den 80er Jahren.

Alle Abteilungsleiter versammelt

Alle Abteilungsleiter versammelt

Der Abschiedssonntag auf dem Berg wurde musikalisch von den drei Saitenschneidern begleitet. Leider reichte das Wetter nicht für die geplante Outdoor-Veranstaltung. Die Band spielte im Saal und die Volleys hatten sich beim Winke-Winke draussen noch so viel zu erzählen.

Das Feedback der vielen eMails war durchgängig positiv und bestärkt alle Oldies, dass die Veranstaltung in 10 Jahren wiederholt werden darf

Damals und Heute

Damals und Heute

GT Artikel zum Event
Volleyball: Tuspo Weende feiert Geburtstag

img1081405Weende (mb). Auch mit 58 und 69 Jahren stehen sie noch in der Halle, pritschen und baggern und sind mit Eifer dabei. Manfred Großkopf und Herrmann Kraus gehörten vor 40 Jahren zu den Gründungsmitgliedern der Volleyballabteilung von Tuspo Weende. Jetzt feierten sie zusammen mit 150 anderen „Weender Volleys“ das 40-jährige Bestehen der Sparte mit einem Turnier und einer Feier im Vereinsheim auf dem Springberg.

Auf zwei Feldern geht es sportlich zur Sache. Auf dem dritten Spielfeld hängen an einem Netzt aufgereiht Plakate, die zum Erinnern einladen. Hervorgegangen ist die Weender Volleyballabteilung aus einer Leichtathletikgruppe um Trainer Herrmann Kraus. Der heute 68-Jährige spielte mit seinen Mannen zum Aufwärmen Volleyball. „Irgendwann hatten wir dann keine Lust mehr auf Leichtathletik“, sagt Großkopf. „Es gab damals ja keine Lehrbücher“, sagt Kraus, der 1967 Sportübungsleiter bei der Bundeswehr war.

Volleyball war gerade in Westdeutschland noch gänzlich unbekannt. „In Göttingen gab es damals nur eine Herrenmannschaft beim MTV Grone und ein Damenteam bei der TG Göttingen.“ Mit einem Lehrgang machte sich Tuspo-Coach Kraus fit, um seinen ehemaligen Leichtathleten nun Volleyball beizubringen. „Anfangs haben wir schon noch diskutiert wie die Techniken gehen“, gibt Kraus zu. Trotzdem startete schon im Herbst 1967 eine Weender Herrenmannschaft in die Punktspielsaison. „Am Anfang wussten wir noch gar nicht so richtig, wie wir uns aufstellen sollten“, sagt Kraus. So ging das erste Spiel gegen Pöhlde auch verloren.
„Wir haben die ersten drei Jahre gegen die verloren und dann einen Durchmarsch in die Verbandsliga gemacht“, erzählt Kraus, „obwohl wir alle nicht sehr groß waren“. In selbst genähten blau-weißen Trikots ging es um Punkte.
Halle anfangs zu niedrig

Auch Bälle gab es nur zwei und das Training fand anfangs in der viel zu niedrigen Halle des heutigen Turner-Leistungszentrums statt. Mit den Olympischen Spielen 1972 in München kam der Volleyballboom. „Das Niveau hat sich bis heute um 300 Prozent erhöht“, glaubt Kraus. „Dass die Damen heute Regionalliga spielen ist sagenhaft“, sagt er und ist stolz „dass ich einer der Gründungsväter war“. Auch heute spielen noch fünf der Gründungsmitglieder jeden Mittwoch zusammen Volleyball. Dass sie nichts verlernt haben, war beim Turnier zu sehen.
Quelle: Göttinger Tageblatt

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